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BalkanCoop

von Balkan Coop

BalkanCoop soll menschen- und umweltfreundliche Produkte aus dem Balkan auf den CH-Markt bringen und den Austausch beider Regionen stärken.

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Welches Problem / gesellschaftliche Herausforderung möchtest du / möchtet ihr lösen?

Auf dem Balkan gibt es eine grosse Anzahl hervorragender Produzent*innen ökologischer Produkte. Das Problem: Die Konsument*innen auf dem Balkan haben eine limitierte Kaufkraft und können sich die Produkte und Dienstleistungen solcher Produzent*innen nicht zu fairen Preisen leisten. Die Produzent*innen können somit von ihren Einnahmen ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten. Der Mangel an finanzieller Sicherheit führt dazu, dass Produzent*innen die Wertschätzung ihrer Arbeit nicht erfahren, sich von der Produktion ökologischer Produkte abwenden und günstigere Produktionsmöglichkeiten suchen, die weder sozial noch ökologisch verträglich sind. In der Schweiz hingegen gibt es eine bedeutende Anzahl an Menschen aus dem Balkanraum sowie Liebhaber*innen der Region. Diese wären an Produkten und Dienstleistungen der Region interessiert. Sie können sich diese Produkte und Dienstleistungen zu fairen Preisen leisten sowie in Qualitätsprodukte investieren. Mit unserem Projekt möchten wir den Status Quo ändern und die schädliche sozial-ökonomisch-ökologische Kette brechen. Wir wollen sowohl dem Balkan als auch der Schweiz Alternativen bieten, welche das Wohl der Produzent*innen und Konsument*innen sowie der Umwelt berücksichtigen.

Wie möchtest du / möchtet ihr vorgehen, um das Problem zu lösen?

Wir möchten eine Genossenschaft für ökologische Produkte gründen und diese den Produzent*innen aus dem Balkan und den Konsument*innen in der Schweiz zur Verfügung stellen. Wir inspirieren uns von folgenden Prinzipien: Gemeinschaft, Innovation, Nachhaltigkeit und Rentabilität. Den/Der Konsument*innen in der Schweiz und den/der Produzent*innen auf den Balkan bieten wir absolute Transparenz über den ganzen Prozess: Herkunft, Produktion, Transport, Import, Verkauf. Wir möchten eine Community Owned Cooperative schaffen, welche den Austausch zwischen Konsument*innen und Produzent*innen ermöglicht. Die Produkte können z.B. Agrarprodukte, Nahrungsmittel, Handwerk oder Dienstleistungen sein, die von kleinen Produzent*innen stammen, welche im Einklang mit der Natur leben und ökologisch produzieren. In einem der ersten Schritte möchten wir kleine Produzent*innen auf dem Balkan identifizieren und diese vor Ort vernetzen. Parallel dazu möchten wir für sie den Zugang zum Schweizer Markt schaffen. Wir möchten voneinander lernen, einen Wissenstransfer ermöglichen und von den “Best Practices” aus beiden Kulturen profitieren. Wir möchten auf Augenhöhe arbeiten, gemäss den Prinzipien der Permakultur (Sorge für Erde und Menschen und faires Teilen). Wir möchten die Ressourcen, die der Balkan und die Schweiz bieten, nicht nur als einen finanziellen Wert anschauen. Wir verstehen u.a. Zeit, Know-How, Infrastruktur oder Netzwerke als essentiellen Teil unseres Projekts und auch als wertvolle Ressourcen.

Wie soll sich das Unternehmen finanzieren?

Die Finanzierung soll transparent sein. In der Anfangsphase möchten wir das Startkapital durch Crowdfunding, Crowdlending, Crowdinvestment, Sponsoring, Projekteingaben bei Stiftungen oder Organisationen sammeln. Das Ziel ist es, so früh wie möglich, selbsttragend zu sein. Die Genossenschaftsmitglieder werden das Unternehmen mitgestalten und später die Möglichkeit haben, in das Unternehmen zu investieren. Den Verdienst möchten wir aufteilen und gemeinsam mit allen Beteiligten über die Entwicklungsstrategie der Organisation entscheiden. Damit wollen wir ein nachhaltiges Finanzierungsmodell schaffen, wie zum Beispiel: https://teikeicoffee.org/ https://www.foodcoop.com/mission/ https://radiesli.org/ https://www.neustartschweiz.ch/nach-hause-kommen/

Wo hat das Team seine Kernkompetenzen?*

Unser diverses dreiköpfiges Kernteam hat Wurzeln im Balkanraum und in der Schweiz. Wir sind mit beiden Regionen, deren Sprachen und Kulturen bestens vertraut und verstehen uns als Brückenbauer*innen. Zu unseren bisherigen Arbeitsstationen zählen namhafte Organisationen wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten, die i-Plattform, International Organisation for Migration, Amnesty International, das Staatssekretariat für Migration, Pro Helvetia, Swiss Films, PR-Agenturen und IT-Firmen wie auch selbständiges Unternehmertum. Unser Netzwerk sowohl auf dem Balkan wie auch in der Schweiz reicht damit von der Wirtschaft, über Politik, Kultur hin zum Sozialen. Neben unserem Netzwerk und unserer Verbundenheit zur Schweiz und zum Balkan sind Kernkompetenzen, die uns besonders auszeichnen, Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken. Pragmatismus und Lösungsorientiertheit ist in unserer nachhaltigen Zusammenarbeit eine Selbstverständlichkeit. Weitere Kompetenzen haben wir durch Arbeitserfahrung und Coachings in den Bereichen Wissenstransfer, Netzwerkaufbau, Leitung, Fundraising und Marketing gesammelt. Was uns leitet, ist unsere gemeinsame Vision einer gesunden und fairen Welt. Durch einen Dragon Dreaming Workshop haben wir erkannt, dass wir uns als Team optimal ergänzen: von der Visionsentwicklung über die Planung und Umsetzung bis zum Feiern der erreichten Resultate. Wir sind überzeugt, dass unser Team die notwendigen Kompetenzen, Talente und Passion für den Erfolg von BalkanCoop mitbringt. Nichtsdestotrotz, sind wir bestrebt unser Team mit weiteren Mitgliedern zu erweitern, die weitere Kompetenzen mitbringen und die bereits vorhandenen stärken, und sind bereits in Gespräch mit potentiell neuen Mitgliedern. Wir glauben an Erfolg durch Diversität.

Wie weit bist du / seid ihr in der Entwicklung des Projektes?

Wir haben in Dezember 2020 einen Dragon Dreaming Workshop gemacht, der uns ermöglicht hat, unsere Ziele zu festigen und uns eine Struktur für die nächsten Schritte zu geben. Wir haben bereits einen Zeitplan, einen ersten Budget- und Finanzierungsplan erstellt, sowie die Instrumente für unsere Zusammenarbeit eingerichtet. Wir treffen uns regelmässig und arbeiten verbindlich an der Zukunft des Projektes.

Warum möchtest du / möchtet ihr beim «Swiss CoopStarter» mitmachen?

Die Erfahrung, das Wissen und das Netzwerk von “Swiss CoopStarter” ist der Hauptgrund, warum wir beim Mentoring-Programm mitmachen möchten. Wir erhoffen uns von einer Teilnahme beim “Swiss CoopStarter” Unterstützung und ehrliches Feedback, insbesondere in den Bereichen Business Development und Business Plan, Impact Assessment und Community Building so wie bei der Entwicklung einer Charta. Wir würden von einer kritischen Rückmeldung über die Machbarkeit von BalkanCoop, unserer Strategie und unserer geplanten Schritte sehr profitieren. Uns persönlich weiterzuentwickeln ist uns dabei genauso wichtig. Wir haben eine grosse Erfahrung im institutionellen und NGO Bereich und möchten uns gerne als Jungunternehmer weiterentwickeln. Unsere Bewerbung hat somit einen zweifachen Hintergrund: unser genossenschaftliches Unternehmen auf die Beine zu stellen und als Personen und Team zu wachsen. Für uns würde eine Teilnahme am “Swiss CoopStarter” im 2021 zum idealen Zeitpunkt kommen. Wir sind in der Entwicklung unseres Projektes nicht mehr bei Null, wir stehen aber immer noch am Anfang. Damit glauben wir das richtige Zielpublikum für ein Programm wie “Swiss CoopStarter” zu sein.

Warum willst du / wollt ihr die Genossenschaftsform für das Projekt wählen?

Wir möchten aufgrund der demokratischen Organisation und wirtschaftlichen Ausrichtung einer Genossenschaft wesentlich zur sozialen Integration, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Reduzierung von Armut beitragen. Mit einer Genossenschaft tragen wir zur Stabilisierung regionaler Wirtschaftskreisläufe und können regionale Beschäftigung schaffen. Es ist uns wichtig das Leben und die Arbeitsbedingungen von Menschen auf dem Balkan zu verbessern und wir streben nach einem Gleichgewicht zwischen Notwendigkeit, Rentabilität und Wohl der Gemeinschaft. In der Schweiz ist die Kultur der Genossenschaften, d.h. die Kultur der Zusammenarbeit, des Netzwerks, der Verfolgung von Zielen für den allgemeinen Wohl in die DNA der Gesellschaft eingedrungen. Im Balkanraum ist dieses Modell aus den Zeiten der Republik Jugoslawien bekannt und kulturell verankert. Wir möchten auf diese Traditionen anknüpfen und sind davon überzeugt, dass diese Form unseren ethischen Prinzipien, die auf die auf der Sorge für die Menschen und die Umwelt sowie dem fairen Verteilen gründen, entspricht. Ausserdem sehen wir die grössten Erfolgschancen für unser Projekt in der Form einer Genossenschaft. Kooperative Unternehmen haben geringere Ausfallraten als traditionelle Unternehmen und Kleinunternehmen, sowohl nach dem ersten Jahr der Gründung als auch nach mehreren Jahren im Geschäft, was unser Nachhaltigkeitsprinzip entspricht.

Was möchtest du über Genossenschaften wissen?

- Optimales Vorgehen für unser Projekt - Rechtliche Fragen klären - Technisches / administratives Werkzeug für die Gründung und Führung - Welche Formen von Genossenschaften gibt es und was ist die optimale für uns (Business Model), Vor- und Nachteile kennen - Community Building: Wie geht man am Besten vor, wie holt man Menschen für die Idee ab, auf welche Art können sie sich ins Projekt einbringen - Probleme rechtzeitig erkennen - Genossenschaften Dos and Don'ts - Finanzierungsstrategie (Projekt ermöglichen vs unabhängig bleiben)

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