Swiss CoopStarter

Bern Unverpackt als Mitgliederladen
von Bern Unverpackt
Wir wollen Bern Unverpackt neu als Mitgliederladen organisieren: Er soll allen Menschen gehören, die sich engagieren und ihn mitgestalten.
Welches Problem / gesellschaftliche Herausforderung möchtest du / möchtet ihr lösen?
Wir befinden uns in einer schnelllebigen, globalisierten und hoch industrialisierten Konsumgesellschaft. Dies hat dazu beigetragen, dass wir heute in einem schon fast unglaublichen Wohlstand und in vielen Bereichen im Überfluss leben (können). Doch dieses System kommt an seine Grenzen und die letzten Monate haben einmal mehr die Bedeutung lokaler Wertschöpfungsketten aufgezeigt. Obwohl schon einige Gegenangebote zum globalisierten Grosshandel existieren, ist das Potential bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Bern Unverpackt will mit der geplanten Weiterentwicklung zum Mitgliederladen eine Alternative bieten und noch mehr erreichen, als die Vermeidung der Berge von Einwegverpackungen, die heute in Haushalten anfallen. Damit ermöglichen wir unserer Kundschaft und allen Quartierbewohner*innen, sich rund um das Thema nachhaltige Ernährung auszutauschen, geben ihnen die Möglichkeit, im Quartier regional, fair und nachhaltig einzukaufen, bauen weitere alternative Formen des Wirtschaftens auf und schaffen als Pionier*innen in Bern ein Vorbild für andere Initiativen. Kurz: Wir wollen eine echte Alternative zu konventionellen Einzelhandelsketten werden, die Konsument*innen und Produzent*innen näher zusammenbringen und die Wertschätzung für unsere täglichen Lebensmittel noch stärker fördern.
Wie möchtest du / möchtet ihr vorgehen, um das Problem zu lösen?
Erste Schritte haben wir bereits gemacht. Als etablierter Unverpackt Laden in Bern sind wir Teil eines vielfältigen Netzwerks und des “Grossen Wandels”. Unsere nächsten Schritte haben wir geplant und sind bereit loszulegen: Wir wollen uns von einem gemeinnützigen Verein zu einer Genossenschaft und damit zu einem Mitgliederladen entwickeln. So können wir unseren Impact auf die Gesellschaft, Kreislaufwirtschaft und Bewusstseinsbildung multiplizieren. Der Laden soll zukünftig allen Menschen gehören, die sich für Bern Unverpackt engagieren. Die Idee ist einfach: Die Mitglieder arbeiten jeden Monat ein paar Stunden im Laden mit und profitieren dafür von günstigeren Preisen und können den Laden und das Sortiment als Mitinhaber*innen mitgestalten. Wir haben vor, das bestehende Netzwerk noch besser zu nutzen und nachhaltige, regionale und alternative Landwirtschaftsformen weiter zu fördern. Durch das Zusammenbringen von Produzent*innen und Konsument*innen fördern wir die Wertschätzung für Lebensmittel. Die Fixkosten des Ladens decken wir zukünftig durch Genossenschafts- resp. Mitgliederbeiträge und können damit sowohl den Kund*innen als auch den Lieferant*innen noch fairere Preise anbieten.
Wie soll sich das Unternehmen finanzieren?
Bern Unverpackt ist ein finanziell stabiler, nicht gewinnorientierter Verein, der 2018 gegründet wurde. Momentan umfasst er ca. 30 Menschen, welche in einem unterschiedlich grossen ehrenamtlichen Engagement in dem Projekt mitwirken – ohne finanzielle Entlohnung, dafür mit umso mehr Leidenschaft und intrinsischer Motivation für die gemeinsamen Ziele. Die Weiterentwicklung zum Mitgliederladen erlaubt uns neue finanzielle Einnahmen. Zukünftig wollen wir Fixkosten und Erweiterungen mit folgenden Einnahmen finanzieren: - Anteilscheine der Genossenschafter*innen - jährliche Mitgliederbeiträge - Ertrag aus dem Warenhandel - Crowdfunding für grössere Ausbauschritte und Investitionen - Events
Wo hat das Team seine Kernkompetenzen?*
Das Team von Bern Unverpackt ist in Bezug auf Kompetenzen sehr breit aufgestellt. Wir haben uns seit 2018 ein grosses Wissen rund um ZeroWaste, nachhaltigen Konsum und regionale Kreisläufe erworben. Das Team bringt zudem ausgeprägte Skills in den Bereichen Projektmanagement, Kommunikation, Ernährungswissenschaft, Lebensmittelsicherheit, Community Building, Fundraising und Betriebswirtschaft mit. Und: Wir können bereits auf ein grosses Netzwerk zurückgreifen.
Wie weit bist du / seid ihr in der Entwicklung des Projektes?
Bern Unverpackt ist ein etablierter Quartierladen. Bei unserem Ziel eines Mitgliederladens stehen wir aber noch in den Startlöchern. Wir haben eine breite Ausgangslage geschaffen, soeben ein Crowdfunding für die Erweiterung des Ladens erfolgreich abgeschlossen und einen Raum dazu gemietet, damit wir wachsen können. Was uns zusätzlich weiterbringen würde, ist eine Aussenperspektive, Inputs und Skills für die Gestaltung des partizipativen Mitgliederladens und Zugang zu einem noch breiteren Netzwerk.
Warum möchtest du / möchtet ihr beim «Swiss CoopStarter» mitmachen?
Mit der Unterstützung von «Swiss CoopStarter» haben wir das fehlende Puzzleteil für unsere Entwicklung gefunden. Wir sind hochmotiviert, bringen Leidenschaft, Knowhow und ein Netzwerk mit viel Potenzial mit. «Swiss CoopStarter» kann uns bei der Gestaltung des partizipativen Mitgliederladens gezielt unterstützen und uns die fehlenden Skills in diesem Bereich vermitteln. Wir sind zu 100 % überzeugt, dass unser Vorhaben in Zusammenarbeit mit dem «Swiss CoopStarter» gelingen wird.
Warum willst du / wollt ihr die Genossenschaftsform für das Projekt wählen?
Bern Unverpackt steht für Transparenz, für gleichberechtigte Mitbestimmung und für Selbstorganisation. Die Rechtsform Verein war perfekt für einen unbürokratischen Start unserer Tätigkeit. Nun wollen wir uns professionalisieren und dies mit einer bestmöglichen Fokussierung auf unsere Ziele und mit einer demokratischen und selbstorganisierten Struktur. Dafür sehen wir die Genossenschaft als ideale Rechtsform.
Was möchtest du über Genossenschaften wissen?
Wir kennen die Vor- und Nachteile einer genossenschaftlichen Rechtsform – zumindest weitestgehend. Wir möchten wissen, wie sich ein Mitgliederladen am besten in eine genossenschaftliche Struktur integrieren und der administrative Aufwand minimieren lässt. Weiter möchten wir von dem Knowhow der Expert*innen von «Swiss CoopStarter» profitieren, wenn es um Themen wie Wachstum, Mitgliederakquise und implizites Wissen rund um Genossenschaften geht.
Jetzt abstimmen!
Du kannst jedem Projekt höchstens eine Stimme geben: